Der Adidas Superstar wurde 1969 auf den Markt gebracht, seine Entwicklung begann jedoch bereits zehn Jahre zuvor. Damals übernahm Horst, der Sohn des Firmengründers Adi Dassler, die Leitung der ersten Adidas-Fabrik in Frankreich (im Elsass). Horst teilte die Vision seines Vaters nicht und wollte die Marke auf den Tennismarkt ausweiten. Ihm ist die Entwicklung des Stan Smith zu verdanken, der als „großer Bruder“ des Superstar gilt.
1968 beschloss Adidas, das bereits in den USA etabliert war, den Basketballmarkt zu erobern. Für ihr neues Modell nutzten sie den legendären Stan Smith als Basis und ergänzten ihn um die drei Streifen und eine neue Sohle. Zwei Modelle wurden veröffentlicht: ein Low-Top namens „Supergrip“ und ein High-Top namens „Pro Model“.
Um die Optik zu verbessern, fügte Adidas die berühmte Zehenkappe aus Gummi hinzu. Ursprünglich zum Schutz der Tennisschuhe beim Aufschlag entwickelt, wurde der Superstar zunächst von NBA-Teams konzipiert und schließlich übernommen.
Der „Superstar“ erlebte seinen Durchbruch 1969, als Adidas beschloss, seine beiden Modelle nach ihm zu benennen. Die Namenswahl war kein Zufall; sie war eine Hommage an die Boston Celtics, die in jenem Jahr den NBA-Titel in den legendären Schuhen gewannen. Nachdem der Schuh vom Meisterteam getragen worden war, wurde der „Superstar“ zum Signature-Schuh für Basketballspieler. Wenige Jahre später, 1973, trugen 85 % der NBA-Spieler Superstars, und die Legende war geboren. Der Schuh wurde bis 1979 von NBA-Athleten getragen, als der Superstar ein neues Publikum finden musste.
Dank der aufstrebenden Hip-Hop-Szene und insbesondere dank Run DMC, der ersten von einer Marke gesponserten Musikgruppe, erlebte der Superstar ein Comeback. Der Erfolg des Superstars hielt bis in die 1990er-Jahre an, bevor er in Vergessenheit geriet.
Erst 2015 erweckte Adidas den Schuh wieder zum Leben und brachte in Zusammenarbeit mit Prominenten wie Pharrell Williams und David Beckham eine Reihe limitierter Editionen heraus. Der Superstar feierte damit nach einer 20-jährigen Pause sein großes Comeback.